DIE VAGINA MONOLOGE

DIE VAGINA MONOLOGE


Die Vagina Monologe - Ein reifes Stück von starken Frauen

Trauen sich Männer in ein Stück mit dem vielversprechenden Titel „Die Vagina Monologe“? Ja, ein paar ganz Mutige waren am gestrigen Abend ins Theater Combinale gekommen, mitgeschleppt(?), begleitet, unterstützt von ihren Partnerinnen.

Und wenn man ihnen vorher gesagt hätte, dass sie nach zwei Minuten zusammen mit den anderen Zuschauern das V-Wort selber sprechen würden, sie hätten es bestimmt bestritten. Zumal im hanseatischen Lübeck... Ja, das waren die witzigen, die durch Lachen befreienden Momente an diesem Abend. Sexy, frech, deutlich, lustvoll die Sprache der drei Frauen auf der Bühne, ohne ins Vulgäre, ins Ordinäre, ins Banale abzugleiten.

 

In gekonntem Wechsel schlüpfen die drei Darstellerinnen Sigrid Dettlof, Regina Stoetzel und Katreen Hardt in verschiedenste Frauenrollen. Alle drei glaubwürdig, stark im Ausdruck, ohne gekünstelte Betroffenheitsallüren. Sie schaffen den Spagat zwischen frivolem Witz, ironischer Leichtigkeit . Die wohltuende Zurückhaltung der Kulisse und der Kleidung ebnen zusätzlich den Weg zu den Texten, zum Inhalt. Lassen Sie „Die Feuchtgebiete“ in den Buchhandlungen, diesen Pseudotabubruch auf niederstem RTL II – Niveau und investieren Sie das Geld in einen lohnenden Theaterabend !!

 

Unser Lübeck

Die komplette Kritik hier: http://www.unser-luebeck.de/content/view/559/111/


Lesen Sie auch den Artikel von Katreen Hardt: http://www.wigmag.com/bigwigs/vaginamonolog_5_21_2001.html

 

Hintergrundinformationen:
The Vagina Monologues: Das war 1996 zunächst der Titel einer bald sehr erfolgreichen und preisgekrönten One-Woman-Show, die erste Inszenierung eines Textes, der in weiterer Folge als Buch erschien, ehe er zum Kernstück des 1998 ins Leben gerufenen V-days erklärt wurde.
The Vagina Monologues war schon bald der Titel von Benefizlesungen in New York und London, im Rahmen derer Hollywood Stars von Glenn Close bis Kate Winslet Auszüge aus Ensler´s Text vortrugen.
The Vagina Monologues war 1999 an dutzenden US-Colleges plakatiert: Das Stück wurde zum amerikanisch-feministischen Manifest erklärt. Seit der Uraufführung am kleinen HERE Theatre in New York im Jahr 1996 beschritt das Stück einen schnellen und erfolgreichen Weg zum internationalen Medienevent. Die Produktion übersiedelte wegen großen Erfolges ins Westside Theatre und wurde 1997 für den Drama Desk Award nominiert und mit dem begehrten Obie Award der New Yorker Stadtzeitung Village Voice, einem wesentlichen Forum für neue amerikanische Theaterströmungen, ausgezeichnet.In Lübeck am Combinale fand die Deutsche Erstaufführung statt - im Jahre 2000. Das ist jetzt 10 Jahre und 180 Aufführungen her, Grund genug, das kleine Jubiläum mit einer weiteren Staffel zu feiern!