
TRANSITVOGEL
Ein Indianer in Deutschland
Ein Indianer
sitzt am Flughafen
und wartet.
Es ist ein Sioux.
Ein Sioux in Europa.
Aber ohne Feder.
Also ein Halb-Indianer.
Wie Coca-Cola ohne Cola.
Oder wie Hamburger ohne Ketchup.
Wie lange der halbe Sioux ohne Feder schon am Flughafen wartet, weiß man nicht. Nur sein Blick verrät die Ewigkeit.
Das neue Stück von Alvaro Solar beginnt und endet an einem Flughafen, wie ihn jeder von uns kennt.
Seltsamer Vogel Ohne Feder, ein Fremder in einer fremden Welt, sitzt, wartet und erzählt uns seine Geschichte. Es ist die Geschichte einer Suche. Ein Sioux-Indianer sucht seine Feder. Er hat sie verloren, und mit ihr seine Identität.Die Suche wird schnell zur Odyssee. Keiner kann Seltsamem Vogel ohne Feder helfen. Weder Großer Hä̈uptling Ohr Geschnitten, noch Kleiner Stinkender Fuchs der Schamane, noch Bruder Leonardo, der spanische Priester, noch Peter White, das Bleichgesicht, haben eine Antwort fü̈r ihn. Vielleicht weiß Schweigsame Blume, wo sich seine Feder versteckt hat?
Oder Miesgelaunter Wolf, sein Feind?
Mit TRANSITVOGEL begibt sich Alvaro Solar auf den alten Pfad der Sioux-Indianer und erzählt dabei eine Geschichte, die mehr denn je im Hier und Jetzt verortet ist. Immer mehr Menschen geht es wie Seltsamem Vogel. Auch sie haben ihre Feder verloren.
Und deshalb:
Transitvögel aller Länder, vereinigt Euch!
Machen wir uns gemeinsam auf die Suche nach unseren Federn.
Mit viel Musik, mit einem weinenden und mindestens zwei lachenden Augen.
Hau Kola!
Dramaturgie: Matthias Praxenthaler
Bühne, Kostüm: Cristina Collao
Musik und Text: Alvaro Solar
Ton: Jo Jacobs
Technische Realisation: Andreas Goehrt


